Die 20th Dutch Open 2010, Hollands größtes Kampfsportereignis in Judo, Sambo und Karate, forderte die VfL-Wettkampfsportler wieder 2 Tage heraus. Diese Veranstaltung mit mehr als 1000 Sportlern aus 23 Nationen zeigt Kämpfe auf hohem Niveau und beachtlichem organisatorischem Talent.
Hervorragende Leistungen zeigte wieder einmal Georg Schick (Jahrgang 1993, + 90kg), der von Kampf zu Kampf über sich hinaus wuchs – im Sambo trat er mit seinen 16 Jahren in der Erwachsenen-Klasse an, stellte sich seinen Gegnern, die doppelt so alt wie er waren und überraschte mit einem 3. Platz alle. Im Judo konnte er seinen Gegner hoch motiviert über eine Kampfzeit von 5 Minuten mit Punkten besiegen, den Einzug ins Finale gewann er mit einer Hebeltechnik und das Finale konnte er mit einem klaren -Wurf für sich bestreiten, so dass er am Ende mit Gold belohnt wurde. Pech hatte Jannek Redenius, der im Sambo Platz 3 in seiner Alters- und Gewichtsklasse belegte (1992, -67 kg). Bei einem Kampf verletzte er sich schwer und konnte deswegen leider nicht mehr beim Judo antreten. Die Junioren führte Dominik Derkach (2001, -44 kg) an. Am Freitag Sambo musste er sich einem litauischem Kontrahenten geschlagen geben und erreichte einen sehr guten 2. Platz. Dafür war der Samstag, an dem nur Judo gekämpft wurde, sein Tag: Er musste 6mal auf der Matte antreten, bevor er mit Gold belohnt werden konnte. Tom Behrendt (2001, -27 kg), jüngster Mitstreiter der Truppe, musste im Sambo gegen 4 Jahre ältere Sportler antreten. Mutig und techniksicher verpasste er leider knapp den 3. Platz. Im Judo sorgte er dann für Aufregung: Die Kampfrichter zeigten im Halbfinal-Kampf einen Ippon-Sieg für Tom, doch die holländische Kampfrichterin sprach seinem Gegner den Sieg zu. Erst Widerspruch des Trainers Oleg Derkach bei der Kampfrichterkommission bewirkte, dass das Ergebnis revidiert wurde und am Ende konnte Tom den 2. Platz für sich behaupten. Im Sambo belegte Nick Schmidt (1998, - 41 kg) den 3. Platz und schied leider beim Judo nach 2 Niederlagen aus. Nico Behrendt begleitete mit einer Bänderdehnung die Gruppe und feuerte seine Mannschaftskameraden pausenlos an. Kurzfristig wegen Krankheit konnte Jonas Stumpf nicht an der Fahrt teil nehmen. Den Sonntag genoss die Mannschaft dann noch bei frühlingshaften Temperaturen in Hollands Hauptstadt Amsterdam.
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